Unter Nachtlicht

Von Tonkix
Unter Nachtlicht
**Unter Nachtlicht** Das Krankenhaus lag in dieser Freitagnacht in einer fast übernatürlichen Stille. Die Neonlichter des Flurs auf der Station leuchteten mit eisiger Intensität, spiegelten sich in den weißen Fliesen und warfen lange Schatten, die im Takt der Herzmonitore zu tanzen schienen. Die Klimaanlage blies einen eiskalten Wind, vermischt mit dem antiseptischen Geruch, der jeden Winkel des Ortes durchdrang. Es war die Art von Umgebung, die tagsüber von der Hektik der Ärzte, Pfleger und Patienten erfüllt war, doch nachts verwandelte sie sich in eine Szenerie stiller, erzwungener Intimität. Clara rückte das Stethoskop um ihren Hals zurecht und spürte das kalte Metall auf der Haut. Sie mochte die Nachtschichten. Es lag etwas Verführerisches in der Einsamkeit der Nacht, in der Art, wie die Körper sich der Müdigkeit hingaben und die Sinne geschärft wurden. Außerdem waren die Patienten, die wach blieben, selten – und wenn sie es taten, waren sie meist interessant. Wie er. Sie hatte die Akte gelesen, bevor sie Zimmer 307 betrat: Lucas Mendes, 28 Jahre, stationär wegen einer leichten Lungeninfektion, die jedoch ständige Beobachtung erforderte. Nichts Ernstes, aber genug, um ihn noch eine Nacht hierzubehalten. Was die Akte nicht verriet, war, wie er außerhalb dieser vier weißen Wände wirkte. Clara hatte ihn tagsüber nur flüchtig gesehen, doch nachts, im gelblichen Schein der Nachttischlampe, war er noch beeindruckender. Als sie die Tür des Zimmers aufstieß, fand sie ihn aufrecht im Bett sitzend, gestützt von Kissen, die Brust teilweise vom Laken entblößt. Das Krankenhaushemd stand am Kragen offen und enthüllte eine gebräunte, leicht feuchte Haut, als hätte er gerade geduscht. Die dunklen, noch feuchten Haare fielen in wirren Strähnen über seine Stirn, und seine grünen Augen musterten sie mit einer Intensität, die Claras Magen einen kleinen Sprung machen ließ. Er lächelte, langsam und träge, als wüsste er genau, welche Wirkung er hatte. — Guten Abend — sagte sie und versuchte, ihre Stimme professionell klingen zu lassen, doch ihre Kehle war trocken. — Wie fühlen Sie sich? — Jetzt besser — antwortete er mit rauer Stimme, fast ein Flüstern. — Vor allem, seit Sie hereingekommen sind. Clara ignorierte die Bemerkung, obwohl ihr eine Hitze den Hals hinaufkroch. Sie trat näher ans Bett und legte die Blutdruckmanschette um seinen Arm. Ihre Finger streiften die warme Haut, und sie bemerkte, wie sich seine Unterarmmuskeln leicht unter der Berührung anspannten. Er wich ihrem Blick keine Sekunde aus, und Clara spürte das Gewicht dieses Blicks wie eine unsichtbare Liebkosung. — Der Blutdruck ist gut — murmelte sie und notierte die Werte in der Akte. — Aber Sie haben noch leichtes Fieber. Ich muss Ihre Temperatur messen. — Wie Sie wünschen — sagte er und lehnte sich leicht zurück, als würde er sich anbieten. Clara nahm das digitale Thermometer und entschied sich, ohne lange nachzudenken, für die orale Messung. Sie trat näher, hielt das Gerät zwischen den Fingern, und er öffnete den Mund ohne Zögern. Seine Lippen waren weich, und sie spürte seinen warmen Atem, als das Thermometer hineinglitt. Für einen Moment trafen sich ihre Blicke, und Clara hatte das Gefühl, dass er mit ihr spielte, ihre Grenzen testete. Sie zog das Thermometer mit einem leisen Klicken heraus und vermied es, sofort auf das Display zu schauen. — Siebenunddreißig fünf — verkündete sie und versuchte, die Fassung zu wahren. — Noch ein bisschen hoch. — Vielleicht brauche ich eine… intensivere Behandlung — schlug er vor, die Stimme tief, fast ein Schnurren. Claras Körper reagierte, noch bevor sie die Worte verarbeitet hatte. Die Luft zwischen ihnen schien elektrisch geladen, als stünde ein Gewitter kurz bevor. Sie wusste, dass sie sich zurückziehen, die Professionalität wahren sollte, doch etwas in diesen grünen Augen hielt sie gefangen, als hätte er sie verzaubert. Sie atmete tief durch, um sich zu sammeln. — Ich hole ein Fiebersenkendes — sagte sie und wandte sich zur Tür. — Nicht nötig — murmelte er und streckte die Hand aus, um ihr Handgelenk zu umfassen. — Bleiben Sie hier. Die Berührung war leicht, doch sie reichte aus, um Claras Herz schneller schlagen zu lassen. Sie blickte auf seine Hand an ihrem Handgelenk, dann in sein Gesicht, und sah etwas Neues in seinen Augen: Es war nicht nur Flirt, es war Verlangen. Und, Gott, sie spürte es auch. Ihr ganzer Körper kribbelte, und ihr Atem wurde schneller, flacher. — Sie sollten nicht so reden — flüsterte sie, doch sie wich nicht zurück. — Warum? — fragte er und zog sie sanft näher zu sich. — Spüren Sie nicht dasselbe? Clara antwortete nicht. Sie musste es nicht. Ihr Körper hatte bereits geantwortet. Er zog sie an den Rand des Bettes, und sie wehrte sich nicht. Als seine Lippen die ihren fanden, war es, als würde ein Damm brechen. Der Kuss war zunächst langsam, erkundend, doch bald wurde er drängender, hungriger. Seine Hände glitten über ihren Rücken, zogen sie näher, und Clara spürte die Hitze seines Körpers durch den dünnen Stoff ihres Kittels. Sie löste sich für einen Moment, atemlos. — Das ist falsch — murmelte sie, doch ihre Stimme klang nicht überzeugt. — Fühlt sich nicht so an — erwiderte er, küsste ihren Hals und ließ die Zähne über die empfindliche Haut gleiten. Clara schloss die Augen und ließ sich fallen. Der Kittel fühlte sich plötzlich zu schwer an, erstickend. Sie trat gerade weit genug zurück, um ihn auszuziehen und auf den Boden fallen zu lassen. Darunter trug sie nur ein dünnes Trägerhemd und einen engen Bleistiftrock, der sich an ihre Hüften schmiegte. Er musterte sie mit einem hungrigen Blick, als würde er jedes Detail in sich aufnehmen. — Sie sind wunderschön — sagte er mit rauer Stimme. Sie antwortete nicht. Stattdessen stieg sie aufs Bett, kniete sich neben ihn. Seine Hände fanden die nackte Haut ihrer Oberschenkel, glitten unter den Rock, und Clara erschauderte. Er zog sie näher, bis sie rittlings auf ihm saß, ihre Körper auf eine Weise ausgerichtet, die das Verlangen zwischen ihren Beinen pulsieren ließ. — Ich will dich — flüsterte er an ihren Lippen. Clara brauchte keine weitere Aufforderung. Sie beugte sich vor, um ihn erneut zu küssen, ihre Hände erkundeten seine Brust, spürten die angespannten Muskeln unter ihren Fingern. Er stöhnte gegen ihren Mund, und der Laut war wie Benzin im Feuer. Seine Hände glitten zu ihrer Taille, zogen sie nach unten, und sie spürte seine Härte, die sich selbst durch die Kleidung gegen sie presste. Sie löste sich für einen Moment, atemlos, und blickte ihm in die Augen. — Bist du sicher, dass du das willst? — fragte sie, obwohl sie die Antwort bereits kannte. — Mehr als alles andere — antwortete er und zog sie zurück in einen Kuss. Clara wehrte sich nicht länger. Sie richtete sich gerade so weit auf, um den Rock nach unten zu schieben und ihn zu Boden fallen zu lassen. Er beobachtete sie mit einem Blick, der sie gleichzeitig bloßgestellt und mächtig fühlen ließ. Seine Hände fanden ihre Hüften, zogen sie zurück aufs Bett, und sie ließ sich auf ihn sinken, spürte den warmen, harten Druck gegen den dünnen Stoff ihres Slips. Er stöhnte, als sie sich gegen ihn bewegte, ein tiefer, animalischer Laut, der ihren Körper erzittern ließ. Seine Hände glitten unter ihr Hemd, zogen es nach oben, und sie hob die Arme, um ihm zu helfen. Innerhalb von Sekunden war sie nur noch im Slip, ihre nackten Brüste pressten sich gegen seine Brust. Er umfasste eine mit der Hand, spielte mit der bereits harten Brustwarze, und Clara bog den Rücken durch, stöhnte. — Magst du das? — fragte er mit rauer Stimme. — Ja — flüsterte sie und bewegte sich gegen ihn, spürte die köstliche Reibung. Er schob sie zurück, legte sie aufs Bett und positionierte sich zwischen ihren Beinen. Clara spürte sein Gewicht, die Härte, die sich gegen sie presste, und stöhnte, als er begann, ihren Hals zu küssen, hinab über das Dekolleté, bis zu ihren Brüsten. Seine Lippen umschlossen eine Brustwarze, saugten fest, und sie bog den Rücken durch, die Nägel gruben sich in seine Schultern. — Bitte — murmelte sie, ohne genau zu wissen, worum sie bat. Er lachte leise, ein dunkler, vielversprechender Laut. — Geduld — sagte er und küsste sich den Weg zu ihrem Bauchnabel hinab. Clara erschauderte, als er den Rand ihres Slips erreichte, die Finger unter das elastische Band gleiten ließ. Er blickte zu ihr auf, als würde er um Erlaubnis bitten, und sie nickte, hob die Hüften. Er zog den Slip nach unten, ließ ihn zu Boden fallen, und Clara spürte die kühle Luft des Zimmers auf ihrer heißen Haut. Er zögerte nicht. Seine Lippen fanden ihr Zentrum, und sie stöhnte laut auf, die Hände krallten sich in die Laken. Seine Zunge war unerbittlich, erkundete jede Falte, jeden empfindlichen Punkt, und Claras ganzer Körper bebte. Er hielt sie an den Hüften fest, fixierte sie, und sie gab sich ganz hin, ihre Stöhnen hallten durch das Zimmer. — Du schmeckst köstlich — murmelte er gegen sie, und sein warmer Atem ließ Clara erschaudern. Sie war so nah dran, so nah, doch plötzlich hörte er auf und richtete sich auf. Clara öffnete die Augen, verwirrt, und sah, wie er das Krankenhaushemd auszog und einen muskulösen, definierten Körper enthüllte, mit einem dunklen Haarstreifen, der hinabführte zu… Er kniete sich wieder zwischen ihre Beine, und Clara spürte seine Spitze, die sich gegen sie presste. Sie biss sich auf die Lippe, voller Vorfreude, doch er drang nicht ein. Stattdessen hielt er ihre Hüften fest, hielt sie regungslos. — Sieh mich an — befahl er. Clara öffnete die Augen und begegnete seinem Blick, intensiv, voller Verlangen. Langsam drang er in sie ein, Zentimeter für Zentimeter, und sie stöhnte, spürte, wie ihr Körper sich dehnte, um ihn aufzunehmen. Als er ganz in ihr war, hielt er inne, ließ sie sich anpassen, und Clara spürte jeden Pulsschlag, jeden Herzschlag von ihm, der in ihr widerhallte. — Du bist perfekt — flüsterte er und begann, sich zu bewegen. Die Bewegungen waren zunächst langsam, jede Stoß tief und bedacht, doch bald wurden sie schneller, drängender. Clara krallte sich in seine Schultern, die Nägel gruben sich in seine Haut, während er sie immer wieder ausfüllte. Das Geräusch ihrer sich vereinigenden Körper hallte durch das Zimmer, vermischte sich mit ihren Stöhnen. — Fester — bat sie mit rauer Stimme. Er gehorchte, steigerte das Tempo, und Clara spürte, wie die Lust in ihr wuchs, eine Welle, die sie zu verschlingen drohte. Sie bog den Rücken durch, die Muskeln spannten sich an, und er stöhnte, spürte, wie sie sich um ihn zusammenzog. — Komm für mich — befahl er mit angespannter Stimme. Und sie gehorchte. Der Orgasmus traf sie wie ein Blitz, ließ ihren ganzen Körper erzittern, und sie schrie auf, die Nägel gruben sich noch tiefer ein. Er hörte nicht auf, bewegte sich weiter, verlängerte ihr Vergnügen, bis auch er nicht mehr konnte. Mit einem rauen Stöhnen vergrub er sich tief in ihr und spürte, wie sein eigener Höhepunkt ihn übermannte. Für einen Moment lagen sie da, keuchend, ihre Körper noch vereint. Clara spürte sein Herz, das gegen ihre Brust schlug, schnell, und lächelte. Er küsste ihre Stirn, dann ihre Lippen, bevor er sich neben sie legte und sie an sich zog. — Das war… — begann sie, doch sie beendete den Satz nicht. — Unglaublich — vollendete er und küsste ihre Schulter. Clara schloss die Augen und spürte, wie ihr Körper sich gegen seinen entspannte. Doch dann traf sie ein Gedanke wie ein Eimer kaltes Wasser. Sie setzte sich abrupt auf und blickte zur Uhr an der Wand. — Verdammt — murmelte sie. — Meine Schicht endet in zwanzig Minuten. Er lachte und zog sie zurück ins Bett. — Dann haben wir noch Zeit für eine weitere Runde. Clara zögerte, doch ihr Körper reagierte bereits auf seine Berührung. Sie ließ sich zurück in seine Arme sinken, wissend, dass es diesmal kein Zurück mehr gab. Und tief in sich wusste sie, dass sie es auch nicht wollte.

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