Geheimnisse Zwischen den Laken

Von Tonkix
Geheimnisse Zwischen den Laken
**Die Studenten-WG thronte am oberen Ende eines steilen Hangs, ein altes Haus mit abblätternden Wänden und Fenstern, die im Wind quietschten. Drinnen vermischte sich der Geruch von altem Kaffee mit dem Duft verstaubter Bücher und dem süßen Parfüm der Blumen, die jemand auf den Küchentisch gestellt hatte. Clara, neunzehn Jahre alt, war zu Semesterbeginn hierhergezogen, auf der Flucht vor der erstickenden Kontrolle ihrer Eltern. Ihre Mitbewohnerin, Mariana, war zwei Jahre älter, dunkelhaarig, mit grünen Augen und einem Lächeln, das Geheimnisse zu bergen schien. Schon vom ersten Tag an hatte Clara bemerkt, wie Mariana sich durch den Raum bewegte – die Hüften, die sich leicht wiegten beim Gehen, die langen Finger, die eine Haarsträhne umspielten, während sie im Bett las.** **Die Nächte in der WG waren laut, voller Gelächter und Diskussionen über Prüfungen, Partys und Beziehungen. Doch in ihrem Zimmer war das Schweigen anders. Ein geladenes Schweigen, das sich zwischen ihnen ausbreitete wie ein unsichtbarer Faden, der Clara näher zu Mariana zog, wann immer diese sich vorbeugte, um ein Buch aus dem Regal zu nehmen, oder wenn sich ihre Knie zufällig unter dem Schreibtisch berührten. Clara hatte so etwas noch nie gespürt. Ihre Freunde von der Highschool waren unbeholfene Jungs gewesen, zu schnell, die sie kaum den Druck ihrer Körper spüren ließen. Bei Mariana war alles langsam, absichtlich, als trüge jede Geste das Gewicht einer unausgesprochenen Frage.** **Eines Abends, nach einem mit billigem Wein begossenen Abendessen in der WG-Küche, kehrte Clara ins Zimmer zurück und fand Mariana auf dem Bett liegend vor, nur mit einem weiten T-Shirt und einem schwarzen Spitzenhöschen bekleidet. Das Licht der Nachttischlampe warf goldene Schatten auf ihre Haut, und Clara spürte, wie ihr Herz schneller schlug, als sie die sanfte Wölbung der Brüste unter dem dünnen Stoff sah. Mariana hob den Blick von dem Buch, das sie las – ein Roman mit abgenutztem Einband – und lächelte.** *— Du hast lange gebraucht. Ich dachte schon, du hättest dich verlaufen.* **Clara lachte nervös und setzte sich auf die Kante ihres eigenen Bettes, um die Schuhe auszuziehen.** *— Luiza hat von ihrer Reise in den Nordosten erzählt. Du kennst sie ja.* *— Ja. — Mariana schloss das Buch und legte es beiseite, die Augen auf Clara gerichtet. — Aber du scheinst nicht besonders interessiert an Luizas Geschichten.* *— Das ist es nicht. — Clara biss sich auf die Lippe. — Es ist nur… ich kann nicht aufhören, daran zu denken, wie schön du in diesem Licht aussiehst.* **Mariana antwortete nicht sofort. Stattdessen stand sie langsam auf, wobei das T-Shirt ein wenig hochrutschte und den Rand ihres Höschens enthüllte. Sie ging zu Clara und blieb vor ihr stehen, ihre nackten Füße fast ihre berührend.** *— Das hast du mir noch nie gesagt.* *— Ich wusste nicht, wie.* *— Und jetzt weißt du es?* **Clara schluckte. Die Luft zwischen ihnen schien dichter, als hätte sich der Sauerstoff selbst in etwas Greifbares verwandelt. Sie streckte die Hand aus und berührte Marianas Knie, spürte die warme Haut unter ihren Fingern. Mariana wich nicht zurück.** *— Ich bin mir nicht sicher. Aber ich will es herausfinden.* **Mariana nahm Claras Kinn sanft in die Hand und hob ihr Gesicht an. Ihre Lippen waren nur Zentimeter entfernt, als sie flüsterte:** *— Dann finde es heraus.* **Der Kuss war langsam, zunächst zögerlich, als würden beide das Terrain erkunden. Clara schmeckte den Wein auf Marianas Lippen, vermischt mit etwas Süßerem, etwas, das nur sie sein konnte. Marianas Hände glitten in Claras Nacken, zogen sie näher, und Clara stöhnte leise, als sie Marianas Zunge an ihrer spürte. Der Laut schien etwas in ihr zu entfachen, und plötzlich waren ihre Hände dabei, Marianas Körper zu erkunden, glitten unter das T-Shirt, spürten die weiche Haut ihres Rückens, die Muskeln, die sich unter ihren Fingern anspannten.** **Mariana zog sich gerade so weit zurück, um das T-Shirt über den Kopf zu ziehen und es zu Boden fallen zu lassen. Clara hielt den Atem an, als sie die kleinen, festen Brüste sah, die Brustwarzen bereits hart. Mariana lächelte, als wüsste sie genau, welche Wirkung sie hatte, und zog Clara näher, führte ihre Hände zu ihren Brüsten.** *— Berühr mich — murmelte sie.** **Clara gehorchte, spürte das sanfte Gewicht in ihren Handflächen, die Brustwarzen, die sich unter ihren Daumen noch mehr verhärteten. Mariana stöhnte und neigte den Kopf zurück, entblößte ihren Hals. Clara konnte nicht widerstehen. Sie beugte sich vor und küsste die Haut dort, spürte den schnellen Puls unter ihren Lippen. Mariana griff in ihre Haare, zog sie näher, und Clara spürte, wie ihr ganzer Körper zitterte.** *— Magst du das? — fragte Mariana mit rauer Stimme.** *— Ja — flüsterte Clara gegen ihre Haut. — Sehr.* **Mariana schob sie zurück aufs Bett und legte sich auf sie. Clara spürte das Gewicht, den köstlichen Druck zwischen ihren Beinen, und bog sich instinktiv, suchte mehr Kontakt. Mariana lachte leise und biss Clara sanft ins Ohrläppchen.** *— Du bist so empfindsam… — murmelte sie. — Ich habe kaum angefangen, und du bist schon so.* **Clara konnte nicht antworten. Marianas Hände waren überall, glitten über ihre Oberschenkel, zogen ihr Oberteil hoch, entblößten ihre Haut der kühlen Luft des Zimmers. Als Mariana schließlich Claras Bluse auszog und beiseitewarf, leuchteten ihre grünen Augen mit etwas, das Clara noch nie zuvor gesehen hatte.** *— Wunderschön — sagte Mariana und strich mit den Fingern leicht über Claras Brüste. — So wunderschön.* **Clara erschauderte. Noch nie hatte jemand sie so angesehen, als wäre sie etwas Kostbares, etwas, das mit Sorgfalt und Hingabe erkundet werden musste. Mariana beugte sich vor und nahm eine Brustwarze in den Mund, saugte sanft. Clara bog den Rücken durch, ein Stöhnen entwich ihren Lippen. Mariana lachte gegen ihre Haut und widmete sich der anderen Brust, während ihre Hände nach unten glitten und Claras Jeans aufknöpften.** *— Ich will dich spüren — sagte Mariana und zog die Hose zusammen mit dem Höschen herunter. — Ganz.* **Clara hob die Hüften, half ihr, und bald lag sie völlig nackt unter Marianas Körper. Die kühle Luft des Zimmers ließ ihre Haut kribbeln, doch Marianas Wärme wärmte sie schnell. Mariana kniete sich zwischen ihre Beine, die Augen wanderten mit einer Intensität über Claras Körper, die sie erzittern ließ.** *— Du bist perfekt — murmelte Mariana und strich mit den Fingern sanft über die Innenseiten von Claras Oberschenkeln. — So weich.* **Clara stöhnte, als Marianas Finger sie endlich dort berührten, wo sie es am meisten wollte, glitten sanft, erkundeten mit quälender Langsamkeit. Mariana beugte sich vor und küsste ihren Bauch, dann tiefer, bis ihr Mund die Finger ersetzte. Clara krallte sich in die Laken, die Knöchel ihrer Finger wurden weiß, während Mariana sie mit einer Geschicklichkeit verwöhnte, die sie atemlos machte. Jede Bewegung von Marianas Zunge schien darauf ausgelegt, sie an den Rand zu bringen, und Clara spürte, wie sich ihr Körper anspannte, die Muskeln sich in Erwartung zusammenzogen.** *— Mariana… — stöhnte sie mit gebrochener Stimme. — Bitte…* **Mariana hob den Blick, die Lippen glänzend.** *— Bitte was?* *— Ich… ich halte es nicht mehr aus.* **Mariana lächelte und kroch an Claras Körper hoch, küsste sie tief, ließ sie ihren eigenen Geschmack auf ihren Lippen spüren. Clara schlang die Beine um Mariana, zog sie näher, spürte den köstlichen Druck zwischen ihnen. Mariana stöhnte und begann, sich zu bewegen, die Hüften rieben sich in einem langsamen, absichtlichen Rhythmus an Claras.** *— Willst du kommen? — fragte Mariana mit rauer Stimme.** *— Ja — flüsterte Clara und grub die Nägel in Marianas Rücken. — Mit dir.* **Mariana beschleunigte das Tempo, ihre Körper bewegten sich in perfektem Einklang, Schweiß rann zwischen ihnen hinab. Clara spürte, wie sich die Hitze in ihrem Körper ausbreitete, ein wachsender Druck, der jeden Moment zu explodieren drohte. Mariana biss ihr in die Schulter, ein Stöhnen entwich ihren Lippen, und Clara wusste, dass auch sie kurz davor war.** *— Komm mit mir — murmelte Mariana, die Lippen an Claras Ohr. — Jetzt.* **Und Clara gehorchte. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich, ein Schrei entwich ihren Lippen, während die Welle der Lust sie durchflutete. Mariana folgte ihr kurz darauf, ihr Körper zitterte über Claras, die Stöhnen erstickten sich an ihrem Hals. Sie blieben so liegen, keuchend, die Körper ineinander verschlungen, der Schweiß vermischte sich auf ihrer Haut.** **Nach einigen Minuten rollte Mariana zur Seite und zog Clara in ihre Arme. Clara kuschelte sich an sie, spürte Marianas Herzschlag an ihrem.** *— Das war… — begann Clara, konnte den Satz aber nicht beenden.** *— Ich weiß — flüsterte Mariana und küsste ihre Stirn. — Ich auch.* **Sie schwiegen eine Weile, lauschten den fernen Geräuschen der WG – Gelächter, Musik, das Zuschlagen einer Tür. Clara schloss die Augen, fühlte sich lebendiger als je zuvor. Doch dann durchzuckte sie ein Gedanke, der ihr Herz schneller schlagen ließ.** *— Mariana?* *— Hm?* *— Was bedeutet das?* **Mariana antwortete nicht sofort. Stattdessen zog sie Clara näher zu sich, ihre Finger zeichneten träge Kreise auf ihren Rücken.** *— Ich weiß es nicht — sagte sie schließlich. — Aber ich glaube, es lohnt sich, es herauszufinden.* **Clara lächelte und schloss die Augen, in dem Wissen, dass, egal was passieren würde, nichts mehr so sein würde wie zuvor. Und zum ersten Mal hatte sie keine Angst vor dem Unbekannten.**

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