Flammen der Mitternacht

Von Tonkix
Flammen der Mitternacht
**Flammen der Mitternacht** Die Klimaanlage des Taxis blies kühle Luft gegen Anas Haut, doch die Hitze, die in ihren Schenkeln aufstieg, kam von innen – ein langsames Feuer, das sich wie flüssiges Quecksilber in ihrem Bauch ausbreitete. Sie rückte ihr schwarzes Kleid zurecht – jenes, das sich an jede Kurve schmiegte, ohne viel zu brauchen, der Stoff so dünn, dass er wie eine zweite Haut wirkte – und beobachtete, wie die Stadt am Fenster vorbeizog. Die Gebäude im Zentrum von São Paulo erhoben sich wie Glas- und Stahlriesen, ihre Fassaden spiegelten die Neonlichter wider, die in Rubin- und Saphirtönen flackerten. Es war ein Freitagabend, einer dieser Nächte, in denen die Stadt voller Versprechungen atmete. Der Fahrer hielt vor einem alten Gebäude, das mit einer Eleganz renoviert worden war, die nur Geld kaufen konnte. Der Eingang zum Loft war diskret: eine schwarze Eisentür mit einem makellos gekleideten Portier, der sie mit Namen begrüßte, noch bevor sie die Einladung vorzeigen konnte. Ana lächelte, an diese Art von Höflichkeit gewöhnt. Als Anwältin einer renommierten Kanzlei, die es gewohnt war, Millionenverträge auszuhandeln und Gegner mit einem Blick zu entwaffnen, kannte sie das Gewicht ihres eigenen Namens. Doch an diesem Abend betrat nicht Dr. Ana Vasconcelos den privaten Aufzug. Es war nur Ana – eine Frau, die sich zum ersten Mal seit Monaten entschieden hatte, die Rüstung an den Haken zu hängen und sich zu erlauben, gesehen zu werden. Die Türen öffneten sich zu einem geräumigen Saal, in dem sich die hohe Decke in dunklen Holzbalken verlor und Kristallluster ein goldenes Licht über die Gäste warfen. Die Luft roch nach teurem Parfüm, nach Whisky, der in Eichenfässern gereift war, und nach etwas Subtilerem, fast Unmerklichem: dem Duft von Körpern, die von Musik und Alkohol erwärmt wurden. Eine Jazzband spielte in einer Ecke, die Töne des Saxophons glitten wie Rauch zwischen die Gespräche. Ana nahm ein Glas Champagner von einem Kellner mit weißen Handschuhen entgegen und ließ die perlende Flüssigkeit ihre Kehle verbrennen, süß und säuerlich zugleich. Sie war nicht hier, um zu arbeiten. Nicht an diesem Abend. — Dr. Vasconcelos, was für eine angenehme Überraschung. Die Stimme kam von hinten, männlich, mit einem Unterton von Belustigung, der ihren Puls beschleunigte, noch bevor sie sich umdrehte. Als sie es tat, sah sie einen großen Mann mit breiten Schultern unter einem marineblauen Blazer, der zu seinen Augen passte – ein tiefes Blau, fast indigofarben wie das Meer bei Sonnenuntergang. Er lächelte, nicht mit der Arroganz eines Mannes, der weiß, dass er beobachtet wird, sondern mit der ruhigen Zuversicht eines Mannes, der nichts beweisen muss. — Lucas Montenegro – er streckte die Hand aus, und die Berührung war kurz, aber genug, um die Wärme seiner Handfläche gegen ihre zu spüren. — Architekt. Und, wie es scheint, Ihr Fan. Ana hob eine Augenbraue, konnte aber nicht widerstehen, das Lächeln zu erwidern, das sich auf ihren Lippen bildete. — Fan? Sollte ich mir Sorgen machen? — Kommt drauf an. — Er neigte den Kopf, die Augen wanderten langsam und absichtlich von oben nach unten über sie. — Besuchen Sie oft solche Partys, oder hatte ich einfach Glück? — Glück? — Sie lachte, ein tiefer, melodischer Klang. — Ich würde sagen, es war Planung. Oder vielleicht Schicksal. — Mir gefällt die zweite Option besser. Die Art, wie er das sagte, als wäre jedes Wort eine Einladung, ließ etwas in ihr zusammenziehen. Ana führte das Glas wieder an die Lippen und beobachtete ihn über den Rand hinweg. Lucas war nicht der Typ Mann, der unbemerkt blieb – sein Gesicht hatte markante Züge, der kantige Kiefer wurde von einem leichten Bartschatten gemildert, der ihm einen Hauch von gezügelter Rebellion verlieh. Doch es waren seine Augen, die die Aufmerksamkeit fesselten: dunkel, intensiv, als wüssten sie etwas, das sie noch nicht entdeckt hatte. — Und Sie? — fragte sie und gab das Spiel zurück. — Sind Sie hier wegen Planung oder Schicksal? — Sagen wir, ich mag es, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. — Er trat einen Schritt näher, gerade genug, um den Duft seines Parfüms zu spüren – etwas Holziges mit Sandelholznoten und einem Hauch von Gewürzen. — Und Sie, Ana, scheinen genau die Art von Überraschung zu sein, auf die es sich zu warten lohnt. Sie wich nicht zurück. Stattdessen ließ sie die Nähe zwischen ihnen greifbar werden, ein Raum, geladen mit Elektrizität. Der Saal um sie herum schien zu verschwinden, die Stimmen wurden zu einem fernen Murmeln, die Musik zu einem Hintergrund für den beschleunigten Rhythmus ihres eigenen Atems. — Sind Sie immer so direkt? — fragte sie, die Stimme etwas rauer als beabsichtigt. — Nur, wenn es sich lohnt. Sein Lächeln war gefährlich. Ana wusste, dass sie sich zurückziehen sollte, dass dieses Spiel der Verführung riskant war, besonders mit einem Mann wie Lucas – zu selbstsicher, zu charmant, der Typ, der genau wusste, welche Wirkung er auf Frauen hatte. Doch etwas in seinem Blick, ein stilles Versprechen, dass er nicht nur einer in der Menge war. — Und was lässt Sie denken, dass ich es wert bin? — forderte sie heraus und lehnte sich leicht nach vorne. Lucas antwortete nicht sofort. Stattdessen streckte er die Hand aus und strich mit den Fingern über ihr Handgelenk, eine leichte, fast unmerkliche Berührung, die ihre Haut zum Brennen brachte. — Weil Sie mich nicht ansehen wie die anderen Frauen – sagte er mit leiser Stimme, fast ein Flüstern. — Sie bewerten mich. Und das, Ana, ist viel interessanter. Sie hätte sich zurückziehen sollen. Hätte etwas Geistreiches sagen sollen, das ihn in seine Schranken wies. Doch die Worte erstarben in ihrer Kehle, als er sich noch näher beugte, sein heißer Atem an ihrem Ohr. — Und ich liebe eine gute Herausforderung. Die Luft zwischen ihnen war geladen, dicht genug, um sie mit einem Messer zu schneiden. Ana spürte, wie ihr Körper reagierte – die Brustwarzen hart unter dem dünnen Stoff des Kleides, die Hitze zwischen ihren Beinen. Sie wusste, wenn sie noch eine Sekunde länger blieb, würde sie die Kontrolle verlieren. Und zum ersten Mal seit langem war sie sich nicht sicher, ob sie widerstehen wollte. — Wollen wir tanzen? — fragte er und streckte die Hand aus. Ana zögerte einen Moment. Tanzen war intim. Tanzen war Nachgeben. Doch als sich ihre Finger mit seinen verflochten, wusste sie, dass sie eine Grenze überschritten hatte, von der es kein Zurück mehr gab. Und seltsamerweise war es ihr egal. Ana ließ sich von Lucas zur Tanzfläche führen, doch die Menge drängte sie stattdessen in Richtung Bar. Das Loft war jetzt voller, Körper rieben sich im Rhythmus der elektronischen Musik, Stroboskoplichter durchschnitten das Halbdunkel in blauen und goldenen Blitzen. Die Luft roch nach teurem Parfüm, Schweiß und dem zitronigen Hauch von Gin, der über die Ränder der Gläser lief. Sie spürte die Wärme seiner Hand, die noch immer die ihre umschloss, die langen, festen Finger, als wüsste er bereits genau, wo er sie berühren wollte. — Tanzen Sie so gut, wie Sie diskutieren? — fragte Lucas und beugte sich vor, damit seine Worte nicht im tiefen Bass der Musik untergingen. Ana hob eine Augenbraue, zog ihre Hand aber nicht zurück. Stattdessen ließ sie sich von ihm näher ziehen, bis ihre Körper nur noch durch die dünne Stoffschicht ihrer Kleidung getrennt waren – ihr Kleid in einem Weinton, der ihre bronzefarbene Haut betonte; sein schwarzes Hemd, das seine breiten Schultern und die definierte Brust umspannte. — Kommt drauf an — antwortete sie mit leiser Stimme, fast eine Herausforderung. — Halten Sie das Tempo durch? Er lächelte langsam, als kenne er die Antwort bereits. Mit der freien Hand nahm er zwei Gläser Whisky von der Theke und reichte ihr eines. Ana nahm es, ihre Finger streiften die seinen eine Sekunde länger als nötig. Der erste Schluck brannte in ihrer Kehle, doch sie wich seinem Blick nicht aus. — Ich mag Frauen, die wissen, was sie wollen — sagte Lucas und kam noch näher, bis sein Mund fast ihr Schläfen berührte. — Und Sie, Ana? Wissen Sie, was Sie wollen? Sie spürte seinen heißen Atem auf ihrer Haut, den Geruch von Alkohol und etwas anderem, etwas Männlichem und Sauberem, wie frisch geschnittenes Holz. Nicht nur der Whisky ließ sie schwindelig werden. Es war er. Die Art, wie seine dunklen Augen sie musterten, als würde er sie bereits im Geiste ausziehen. Als wäre jedes Wort eine Einladung. — Vielleicht — murmelte sie und drehte das Glas zwischen den Fingern. — Aber ich ziehe es vor, es herauszufinden. Lucas lachte, ein tiefer, rauer Klang, der in seiner Brust vibrierte und in ihrer widerhallte. Er stellte sein Glas auf die Theke und griff ohne Vorwarnung nach ihrem Kinn, hielt es zwischen Daumen und Zeigefinger und hob ihr Gesicht an. Ana widerstand nicht. Nicht, als er so nah war, dass sie die kleinen Sommersprossen auf seiner Nase zählen konnte. Nicht, als seine Lippen leicht geöffnet und feucht waren, einladend. — Dann finden wir es gemeinsam heraus — flüsterte er, bevor er ihr Kinn losließ und sich gerade so weit zurückzog, dass sie das Fehlen seiner Berührung wie einen Verlust spürte. Ana atmete zitternd aus. Die Bar war überfüllt, doch plötzlich schien es, als gäbe es nur sie beide, in einer Blase aus Hitze und Erwartung. Sie führte das Glas wieder an die Lippen und beobachtete ihn über den Rand. Lucas wich ihrem Blick nicht aus. Er musterte sie, als wäre sie ein Puzzle, das er entschlossen war zu lösen. — Sind Sie immer so? — fragte sie und neigte den Kopf. — So… direkt? — Nur, wenn es sich lohnt — antwortete er und fuhr sich mit der Zunge langsam über die Zähne. — Und Sie, Ana, sind jeden Cent wert. Sie lachte, doch der Klang klang atemloser als beabsichtigt. Etwas an Lucas entwaffnete sie. Es war nicht nur das Selbstvertrauen, nicht nur der leichte Charme. Es war die Art, wie er sie ansah, als wüsste er bereits, dass sie nachgeben würde. Als wüsste er, dass sie *wollte*, dass sie nachgab. — Sie sind gefährlich — sagte sie mit gesenkter Stimme. — Und Sie mögen das. Es war keine Frage. Ana leugnete es nicht. Um sie herum ging die Party weiter, doch die Welt schien auf die wenigen Zentimeter zwischen ihren Körpern geschrumpft zu sein. Lucas streckte erneut die Hand aus, diesmal nicht, um sie zu ziehen, sondern um eine langsame Linie von ihrer Schulter bis zu ihrem Handgelenk zu zeichnen, die Finger streiften die Haut, die ihr Ausschnitt freilegte. Ana spürte, wie ein Schauer über ihren Rücken lief, ihre Brustwarzen hart unter dem Stoff. — Sie zittern — bemerkte er mit rauer Stimme. — Das ist die Klimaanlage — log sie. Lucas lächelte, denn er wusste, dass es eine Lüge war. Er kam näher, bis seine Lippen fast ihr Ohr berührten. — Es ist nicht die Klimaanlage — flüsterte er. — Es sind Sie. Es sind *wir*. Ana schloss für einen Moment die Augen und spürte die Wärme seines Körpers an ihrem. Als sie sie wieder öffnete, blickte Lucas auf ihren Mund. Sie wusste, was er wollte. Sie wusste, was *sie* wollte. Doch etwas hielt sie zurück – ein letzter Rest von Kontrolle, vielleicht, oder die Angst, dass es, einmal begonnen, kein Zurück mehr geben würde. — Worauf warten Sie? — fragte er, als könnte er ihre Gedanken lesen. Ana antwortete nicht. Stattdessen beugte sie sich vor und streifte seine Lippen mit ihren, nur eine leichte, fast keusche Berührung. Doch es reichte, um seinen Körper erstarren zu lassen, seine Finger fester um ihr Handgelenk zu schließen. — Das — murmelte er mit rauer Stimme — ist ein Anfang. Sie lächelte gegen seinen Mund und zog sich gerade so weit zurück, um ihm in die Augen zu sehen. — Ein Anfang — wiederholte sie, als würde sie das Wort testen. Lucas ließ sie nicht weiter zurückweichen. Mit einer schnellen Bewegung zog er sie an sich, eine Hand an ihrer Taille, die andere in ihrem Nacken verstrickt. Ana widerstand nicht. Nicht, als er sie küsste, als würde er sie bereits kennen, als wüsste er genau, was sie zum Stöhnen bringen würde. Und sie stöhnte. Ein leiser Laut, verloren zwischen seinen Lippen, der Lucas dazu brachte, sie noch fester an sich zu ziehen, als wollte er jede ihrer Reaktionen in sich aufnehmen. Der Kuss war lang, feucht, voller unausgesprochener Versprechen. Ana schmeckte den Whisky auf seiner Zunge, vermischt mit etwas Süßerem, etwas, das nur Lucas war. Als er sich schließlich zurückzog, waren ihre Lippen geschwollen, ihre Augen dunkel vor Verlangen. — Lass uns von hier verschwinden — sagte er mit rauer Stimme. Ana zögerte nicht. Nicht, als er ihre Hand nahm und sie zum Ausgang zog, nicht, als die kühle Nachtluft ihr ins Gesicht schlug, nicht, als er sie gegen die Wand des Gebäudes drückte, die Hände an ihren Hüften, sein Mund ihren in einem hungrigen Kuss wiederfand. — Ja — flüsterte sie gegen seine Lippen. — Lass uns gehen. Die Straße empfing sie wie eine geheime Bühne, beleuchtet von goldenen Laternen, die lange Schatten auf den nassen Asphalt warfen. Die Nachtluft trug den Geruch von frischem Regen, vermischt mit dem süßen Duft der Ipê-Blüten, die wie natürliche Konfetti von den Bäumen fielen. Ana atmete tief ein, spürte die Kühle in ihren Lungen, während Lucas noch immer ihre Hand hielt, die Finger mit einer Vertrautheit verflochten, die durch ihre Intensität überraschte. Er ließ sie nicht los, als sie die Straße überquerten, nicht, als der Wind ihre Haare durcheinanderbrachte und sie an ihren rot geschminkten Lippen kleben ließ. — Wissen Sie, dass diese Stadt mehr Geheimnisse birgt als Gebäude? — murmelte Lucas und beugte sich leicht vor, damit seine Worte nur sie erreichten. Seine Stimme war leise, fast ein verschwörerisches Flüstern, als würde er etwas Verbotenes teilen. Ana lächelte und spürte die Wärme seiner Handfläche an ihrer. — Und Sie kennen sie alle? — Einige. — Er blieb plötzlich stehen und drehte sich zu ihr um. Das Licht einer Laterne beleuchtete eine Hälfte seines Gesichts, während die andere im Halbdunkel lag, als würde die Nacht ihn beanspruchen. — Aber ich bin mehr daran interessiert, Ihre zu entdecken. Sie lachte, ein leichter Klang, der im fernen Geräusch eines vorbeifahrenden Autos unterging. — Meine Geheimnisse sind nicht so interessant wie die der Stadt. — Das denken Sie. — Lucas trat einen Schritt näher, bis kaum noch Abstand zwischen ihnen war. Ana roch sein Parfüm, etwas Holziges mit einem Hauch von Gewürzen, vermischt mit dem leichten Duft von Whisky, der noch in seinem Atem hing. — Ich wette, Sie haben mindestens eines, das Sie niemandem erzählt haben. Ana hob herausfordernd eine Augenbraue. — Und wenn dem so ist? — Dann möchte ich der Erste sein, der es hört. — Er hob die freie Hand zu ihrem Gesicht und strich mit den Fingerknöcheln über ihren Kiefer. Die Berührung war leicht, fast unmerklich, doch genug, um ihre Haut zum Brennen zu bringen. — Aber nicht hier. Nicht mitten auf der Straße. Sie schluckte trocken und spürte, wie ihr Körper auf seine Nähe reagierte, auf das implizite Versprechen in jedem seiner Worte. — Und wo dann? Lucas lächelte, ein langsames, gefährliches Lächeln. — Wo immer Sie wollen. Ana blickte sich um, als könnte die Stadt ihr eine Antwort geben. Links ein Platz mit Holzbänken und einem alten Brunnen, dessen Wasser im Mondlicht glitzerte. Rechts eine schmale Gasse, nur von einer gelblichen Lampe erleuchtet, wo die Schatten wie heimliche Liebhaber tanzten. Sie zögerte einen Moment, doch etwas in seinem Blick ließ sie entscheiden. — Dort entlang. — Sie deutete auf die Gasse und spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Es war kein romantischer Ort, aber er war intim. Und in diesem Moment war es genau das, was sie wollte. Lucas fragte nicht nach. Er drückte nur ihre Hand fester und führte sie in den engen Durchgang, wo das Geräusch der Stadt gedämpft wirkte, als wären sie in einer eigenen Welt. Das Kopfsteinpflaster war feucht und spiegelte das Licht der einzigen Lampe wider, während die Wände der alten Gebäude Geschichten von heimlichen Begegnungen zu flüstern schienen. Ana lehnte sich gegen eine von ihnen und spürte die Kälte des Steins durch den dünnen Stoff ihres Kleides. Lucas blieb vor ihr stehen, die Hände an der Wand abgestützt, eine zu jeder Seite ihres Kopfes, und hielt sie gefangen, ohne sie zu berühren. — Sie stecken voller Überraschungen, Ana — murmelte er und blickte ihr in die Augen. — Erst die Party. Jetzt eine dunkle Gasse. — Vielleicht mag ich einfach Orte, an denen uns niemand sehen kann — antwortete sie mit etwas zitternder Stimme. — Und was würden Sie tun, wenn uns jemand sähe? — Er kam noch näher, seine Lippen streiften fast die ihren. Ana spürte die Hitze seines Körpers, die Spannung, die in Wellen von ihm ausging. — Kommt drauf an. — Sie hob das Kinn und forderte ihn heraus. — Würde es Ihnen etwas ausmachen? Lucas lachte leise, ein Klang, der gegen ihre Haut vibrierte. — Nein. Aber ich würde dich mit niemandem teilen. Bevor sie antworten konnte, schloss er die Distanz zwischen ihnen und nahm ihre Lippen in einem Kuss gefangen, der nicht mehr zögerlich war. Er war hungrig, besitzergreifend, als hätte er sein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. Ana erwiderte ihn mit der gleichen Intensität, ihre Hände glitten zu seinen Schultern und zogen ihn näher. Der Geschmack des Whiskys war noch da, doch jetzt vermischt mit Lucas‘ einzigartigem Aroma, etwas, das sie nicht definieren konnte, das sie aber mehr wollen ließ. Er drückte sie fester gegen die Wand, eine Hand glitt an ihrer Taille hinab und zog sie gegen seinen Körper. Ana spürte die Härte seiner Erregung an ihrem Bauch, und ein Stöhnen entwich ihren Lippen. Lucas nutzte den Moment, um den Kuss zu vertiefen, seine Zunge erkundete die ihre mit einer Dringlichkeit, die sie atemlos machte. Seine Hände glitten über ihren Rücken, hinab zur Kurve ihrer Hüften, drückten sie mit einer Kraft, die an Gewalt grenzte, die sie jedoch als Geschenk annahm. — Du hast keine Ahnung, was du mit mir anstellst — murmelte er gegen ihren Mund, seine Lippen streiften die ihren bei jedem Wort. — Dann zeig es mir — bat sie mit rauer Stimme. Lucas brauchte keine weitere Aufforderung. Seine Hände glitten an ihrem Körper hinauf und zogen das Kleid hoch, bis seine Finger die nackte Haut ihrer Oberschenkel fanden. Ana erschauderte, als er sie berührte, seine schwieligen Finger kontrastierten mit der Weichheit ihrer Haut. Plötzlich hob er sie hoch, ihre Beine schlangen sich um seine Taille, und er drückte sie fester gegen die Wand. Ana spürte sein Gewicht, die Festigkeit seines männlichen Körpers gegen ihren, und bog den Rücken durch, um mehr Kontakt zu suchen. — Verdammt, Ana — stöhnte er, sein Mund glitt an ihrem Hals hinab, biss sanft, leckte und hinterließ eine Spur aus Feuer auf ihrer Haut. — Du bist so heiß. Sie antwortete nicht. Sie konnte nicht. Die Worte verloren sich in einem Stöhnen, als er sanft in ihr Ohrläppchen biss und seine Zähne über die empfindliche Haut kratzten. Seine Hände waren überall, erkundeten, drückten, als wollte er sich jede Kurve ihres Körpers einprägen. Ana klammerte sich an ihn, ihre Nägel gruben sich in seinen breiten Rücken und spürten das dünne Hemd unter ihren Fingern. Sie wollte es herunterreißen, wollte seine Haut an ihrer spüren, doch die Gasse war nicht der richtige Ort. — Lucas — flüsterte sie, sein Name eine Bitte. Er hielt für einen Moment inne und blickte ihr in die Augen. — Was? — Bring uns irgendwohin. Sie musste es nicht erklären. Er verstand. Lucas stellte sie vorsichtig auf den Boden, ließ sie aber nicht los. Stattdessen nahm er ihre Hand und zog sie aus der Gasse zurück auf die beleuchtete Straße. Der Kontrast zwischen der intimen Dunkelheit und dem öffentlichen Licht ließ Ana blinzeln, doch Lucas blieb nicht stehen. Er führte sie entschlossen, mit großen Schritten, als wüsste er genau, wohin sie gingen. Ana fragte nicht. Es war ihr egal. Der einzige Gedanke in ihrem Kopf war, dass sie ihm folgen würde, wohin auch immer er sie brachte. Denn in diesem Moment gab es nichts Wichtigeres als das, was zwischen ihnen passieren würde. Und als er vor einem eleganten Gebäude mit einer kunstvoll gearbeiteten Eisentür und einem Portier stehen blieb, der sie mit einem diskreten Nicken begrüßte, wusste Ana, dass die Nacht gerade erst begonnen hatte. Die Wohnungstür schloss sich mit einem leisen Klicken, doch das Geräusch hallte wie ein Schuss in der Stille des Raumes wider. Ana hatte kaum Zeit, die Details der Umgebung aufzunehmen – Betonwände, klare Linien der Möbel, eine ganze Glaswand, die die Stadt wie einen Teppich aus Sternen zeigte –, denn Lucas drückte sie bereits gegen die kalte Oberfläche der Tür, seine warmen Hände glitten an ihren Seiten hinab, während seine Lippen die ihren in einem Kuss fanden, der nicht um Erlaubnis bat, sondern einfach nahm. Der Geschmack des Weins lag noch auf ihren Zungen, vermischt mit Lucas‘ einzigartigem Aroma, etwas Salziges und Männliches, das sie stöhnen ließ. Anas Hände glitten instinktiv nach oben und vergruben sich in seinen dunklen Haaren, zogen ihn näher, als könnte sie ihre Körper dort verschmelzen. Er lachte leise, ein rauer, zufriedener Klang, bevor er sanft in ihre Unterlippe biss und sie zwischen die Zähne zog. — Du hast keine Ahnung, wie sehr ich das wollte — murmelte er, seine Stimme rau gegen die empfindliche Haut ihres Halses, wo seine Lippen nun eine Spur aus Feuer zogen. — Seit der ersten Sekunde, in der ich dich auf dieser Party gesehen habe, in diesem Kleid, das gemacht zu sein schien, um heruntergerissen zu werden. Ana bog sich gegen ihn, spürte die Härte seiner Erregung an ihrer Hüfte. Seine Worte entfachten ein Feuer in ihr, und sie zog an seinem Hemd, die Knöpfe sprangen mit einem befriedigenden Knacken auf. — Dann hör auf zu reden und tu etwas — forderte sie heraus, die Augen halb geschlossen, während sie die definierten Muskeln seiner Brust unter dem zerrissenen Stoff betrachtete. Lucas brauchte keine weitere Aufforderung. Mit einer schnellen Bewegung hob er sie an den Hüften hoch, ihre Beine schlangen sich um seine Taille, während er sie durch die Wohnung trug. Ana lachte, ein atemloses, wunderbar unkontrolliertes Geräusch, doch das Lachen erstarb in ihrer Kehle, als er sie auf die Kücheninsel setzte, der kalte Marmor kontrastierte mit der Hitze, die von ihrem Körper ausging. Er stellte sich zwischen ihre Beine, die Hände fest an ihren Oberschenkeln, und zog sie an den Rand, bis kein Abstand mehr zwischen ihnen war. — Du bist wunderschön — sagte er, seine Finger zeichneten den Ausschnitt ihres Kleides nach und zogen den Stoff nach unten, bis ihre Brüste frei lagen. — Aber ich will dich ganz sehen. Ana protestierte nicht, als er die Träger ihres Kleides herunterzog und es zu einem Seidenhaufen zu ihren Füßen fallen ließ. Sie trug nur noch einen Slip, die kühle Luft der Nacht streichelte ihre freigelegte Haut, doch das Feuer in Lucas‘ Augen hielt sie warm. Er beugte sich vor, nahm eine Brustwarze zwischen die Lippen, und sie bog den Rücken durch mit einem Stöhnen, ihre Nägel gruben sich in seine Schultern. — Verdammt — knurrte er, sein Mund noch beschäftigt, während eine Hand zwischen ihre Beine glitt und durch den feuchten Stoff ihres Slips drückte. — Du bist klitschnass. Ana biss sich auf die Lippe, um das Zittern zu unterdrücken, das ihren Körper durchlief. Sie war nicht schüchtern, doch die Intensität, mit der er sie ansah, als könnte er sie ganz verschlingen, machte sie auf eine Weise verletzlich, die sie nicht erwartet hatte. — Hör nicht auf, mich so anzusehen — bat sie mit brüchiger Stimme. — Wie denn? — Er hob den Kopf, die Lippen glänzten, die Augen dunkel vor Versprechen. — Als wäre ich dein. Lucas lächelte, ein langsames, gefährliches Lächeln, bevor er sich vor ihr hinkniete. Mit einer schnellen Bewegung zog er ihren Slip zur Seite und entblößte sie vollständig, und Ana spürte, wie ihr die Luft wegblieb, als er sich vorbeugte, seine warme, feuchte Zunge in einer langsamen, absichtlichen Bewegung über ihre Klitoris glitt. — Du *bist* mein — murmelte er, sein heißer Atem gegen ihre empfindliche Haut. — Zumindest für diese Nacht. Ana hatte keine Zeit zu antworten. Seine Lippen schlossen sich um den empfindlichsten Punkt, saugten mit einem Druck, der sie aufschreien ließ, ihre Hände griffen in seine Haare und zogen ihn näher. Er hörte nicht auf, verlangsamte nicht das Tempo, seine Finger gesellten sich zu seinem Mund, während er sie mit einer Präzision erkundete, die sie an den Rand des Abgrunds brachte. Sie spürte, wie sich der Orgasmus aufbaute, eine heiße, überwältigende Welle, doch bevor sie den Höhepunkt erreichen konnte, zog Lucas sich zurück und ließ sie keuchend und frustriert zurück. — Nein — protestierte sie mit rauer Stimme. — Hör nicht auf. Er lachte, stand auf und zog sie auf die Füße. Ihr Körper zitterte, die Haut war mit Gänsehaut überzogen, doch er gab ihr keine Zeit, sich zu erholen. Mit einer schnellen Bewegung drehte er sie um und drückte sie gegen die Marmorinsel, seine Hände fest an ihren Hüften. — Ich entscheide, wann du kommst — sagte er, seine Stimme ein raues Flüstern in ihrem Ohr, während sein harter Schwanz gegen ihre Pobacken drückte. — Und ich will spüren, wie du auf mir kommst. Ana stöhnte, ihr Körper reagierte instinktiv auf seinen autoritären Ton. Sie spürte die Spitze seines Schwanzes zwischen ihren Beinen gleiten, provozierend, ohne einzudringen. Er spielte mit ihr, und sie hasste und liebte es gleichzeitig. — Lucas — flehte sie und schob ihre Hüften nach hinten, um ihn zum Eindringen zu zwingen. Er lachte erneut, der Klang vibrierte gegen ihre Haut, während eine Hand zwischen ihre Beine glitt und ihre Klitoris in langsamen, quälenden Kreisen rieb. — Was willst du, Ana? — fragte er mit tiefer, provozierender Stimme. — Sag es. Sie biss sich auf die Lippe, versuchte zu widerstehen, doch das Vergnügen war zu viel. — Ich will dich in mir — gab sie zu, die Worte kamen als verzweifeltes Flüstern. Lucas brauchte nichts weiter. Mit einer schnellen Bewegung hob er sie erneut hoch und trug sie durch die Wohnung ins Schlafzimmer. Ana hatte kaum Zeit, das riesige Bett und die dunklen Seidenlaken zu registrieren, bevor er sie auf die Matratze legte und seinen Körper im nächsten Moment über ihren breitete. Sie zog ihn zu sich herunter und küsste ihn mit einem Hunger, der seinem glich, ihre Zungen verflochten sich, während ihre Hände jeden Zentimeter freigelegter Haut erkundeten. Er war jetzt nackt, sein muskulöser, warmer Körper an ihrem, und Ana konnte sich nicht entscheiden, wo sie ihn zuerst berühren sollte. Sie fuhr mit den Nägeln über seinen Rücken, spürte, wie sich seine Muskeln unter ihrer Berührung anspannten, bevor sie zu seinen Pobacken hinabglitt und ihn näher zog. — Kondom — murmelte er gegen ihre Lippen und streckte die Hand zum Nachttisch aus. Ana beobachtete, wie er die Verpackung mit den Zähnen aufriss und das Latex über seinen Schwanz rollte, die Bewegungen schnell und effizient. Sie biss sich auf die Lippe und erwartete den Moment, in dem er sie endlich ausfüllen würde, doch als er zu ihr zurückkehrte, war es nicht so, wie sie es erwartet hatte. Statt sofort in sie einzudringen, drehte Lucas sie auf den Bauch und zog ihre Hüften nach oben, bis sie auf allen vieren war, die Hände auf der Matratze abgestützt. Er positionierte sich hinter ihr, die Spitze seines Schwanzes glitt zwischen ihren Beinen hindurch und provozierte sie erneut. — Lucas — stöhnte sie und schob ihre Hüften nach hinten, um ihn zum Eindringen zu zwingen. Er lachte, eine Hand fest an ihrer Hüfte, während die andere über ihren Rücken glitt und mit den Fingern langsame, quälende Muster zeichnete. — Geduld — murmelte er und beugte sich vor, um sanft in ihre Schulter zu beißen. Ana stöhnte, ihr Körper zitterte vor Erwartung. Sie spürte die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen, das pulsierende Verlangen in ihr, doch er bestand darauf, sie zu provozieren. — Bitte — flüsterte sie mit brüchiger Stimme. Er widerstand nicht länger. Mit einer schnellen Bewegung drang er in sie ein und füllte sie mit einem einzigen Stoß vollständig aus. Ana schrie auf, das Vergnügen war so intensiv, dass es sie fast zusammenbrechen ließ, doch er hielt sie fest, seine Hände an ihren Hüften, während er begann, sich zu bewegen. Jeder Stoß war tief, absichtlich, und Ana spürte jeden Zentimeter von ihm in sich, füllte sie auf eine Weise, die sie atemlos machte. Sie schob ihre Hüften zurück, begegnete seinen Bewegungen, ihre Stöhnen vermischten sich mit seinen rauen Grunzlauten. Das Geräusch von Haut, die auf Haut klatschte, erfüllte das Zimmer, vermischt mit dem Geräusch ihrer Körper, die sich immer schneller, immer intensiver bewegten. Lucas beugte sich vor, eine Hand glitt zwischen ihre Beine, seine Finger fanden ihre Klitoris und rieben in schnellen Kreisen. Ana spürte, wie sich der Orgasmus erneut aufbaute, eine heiße, überwältigende Welle, die sie zu verschlingen drohte. — Komm für mich — befahl er mit rauer Stimme in ihrem Ohr. — Jetzt. Und sie gehorchte. Mit einem Schrei zerfiel sie, das Vergnügen explodierte in ihr, während sich ihr Körper um ihn zusammenzog. Lucas hörte nicht auf, bewegte sich weiter in ihr, während sie die Wellen des Orgasmus ritt, jeder Stoß verlängerte das Vergnügen, bis auch er den Höhepunkt erreichte, sein Körper sich anspannte, während er mit einem rauen Stöhnen kam. Für einen Moment gab es nichts außer dem Geräusch ihrer keuchenden Atemzüge und dem Gewicht seines Körpers gegen ihren. Ana spürte sein Herz gegen ihren Rücken schlagen, der Schweiß ihrer Körper vermischte sich, und sie wusste, dass diese Nacht noch lange nicht vorbei war. Lucas zog sich langsam zurück und drehte sie auf die Seite, ihre Körper noch immer verschlungen. Er strich ihr die Haare aus dem Gesicht und fand ihre Lippen in einem langsamen, tiefen Kuss. — Das war erst der Anfang — murmelte er, seine Stimme noch rau vor Verlangen. Ana lächelte, ihr Körper vibrierte noch von den Nachwirkungen des Vergnügens. — Dann zeig mir den Rest. Ana spürte seinen Körper noch in sich pulsieren, seinen heißen Atem im Nacken, die starken Arme, die sie umschlossen, als fürchte Lucas, sie könnte sich in Luft auflösen. Doch sie wollte nirgendwo hingehen. Jede Nervenendung vibrierte noch, das Echo des Orgasmus hallte in langsamen Wellen nach, wie die Nachwehen eines Sturms, der die Welt lebendiger, intensiver zurückgelassen hatte. Er zog sie näher an sich, seine Lippen streiften die Kurve ihrer Schulter, seine Zähne knabberten sanft an der empfindlichen Haut, und sie bog den Rücken durch, ein leises Stöhnen entwich ihren leicht geöffneten Lippen. — Du bist unglaublich — seine Stimme war ein raues Flüstern, die Worte verloren sich zwischen den Haarsträhnen, die an ihrer schweißnassen Haut klebten. — Ich wusste, dass es so sein würde. Ana drehte ihr Gesicht zu ihm, ihre dunklen Augen trafen seine, die im sanften Licht der Nachttischlampe glänzten. Da war etwas, etwas jenseits des Verlangens, ein Funke, der tiefer brannte als bloße Lust. Sie hob die Hand, ihre Finger zeichneten die Konturen seines Kiefers nach, spürten die Rauheit des leichten Bartschattens, die Wärme seiner Haut. — Du hast keine Ahnung, was noch kommt — murmelte sie, ihre Stimme voller Versprechen. Lucas lächelte langsam und gefährlich, seine Finger glitten über ihren Arm, bis sie sich mit ihren verflochten. Er zog sie nach oben, wechselte die Positionen mit einer Leichtigkeit, die seine Kraft verriet, bis Ana auf ihm saß, die Knie auf der Matratze abgestützt, die Hände auf seiner Brust. Sein Körper war ein Kunstwerk unter ihr: definierte Muskeln, die Haut von feinen Narben gezeichnet, wie Karten alter Schlachten. Sie beugte sich vor, ihre Lippen streiften die seinen in einem Kuss, der sanft begann, doch bald gierig wurde, Zungen verflochten sich, Zähne stießen sanft aufeinander. — Zeig es mir — befahl er mit rauer Stimme, seine Hände glitten über ihren Rücken, Nägel kratzten leicht über die Haut und lösten Schauer aus, die ihren Rücken hinabliefen. — Zeig mir, was du willst. Ana brauchte keine weitere Aufforderung. Sie richtete sich auf, die Hände auf seiner Brust abgestützt, spürte seinen kräftigen Herzschlag unter ihren Handflächen. Langsam begann sie sich zu bewegen, ihre Hüften wiegten sich in einem Rhythmus, der seine Augen für einen Moment schließen ließ, seine Lippen öffneten sich in einem leisen Stöhnen. Sie liebte das – die Macht, ihn die Kontrolle verlieren zu lassen, zu sehen, wie das Verlangen seine Augen trübte, sein Atem schneller, flacher wurde. Seine Hände glitten zu ihren Hüften, führten sie, doch sie widerstand, behielt das quälende Tempo bei, jede Bewegung darauf ausgelegt, das Vergnügen zu verlängern, ihn betteln zu lassen. — Ana… — ihr Name kam als Flehen über seine Lippen, seine Finger gruben sich mit genug Kraft in ihr Fleisch, um Spuren zu hinterlassen. — Verdammt, Ana… Sie lächelte, beugte sich vor, ihre Brüste streiften seine Brust, die harten Brustwarzen kratzten über die Haut. Ihre Lippen fanden sein Ohrläppchen, knabberten sanft daran, bevor sie flüsterte: — Was willst du, Lucas? Sag es. Er stöhnte, seine Hände glitten nach oben, umfassten ihre Brüste, seine Daumen kreisten um die Brustwarzen, bis sie sich aufrichteten und sie den Rücken durchbog, ein Seufzer entwich ihren Lippen. Doch sie hörte nicht auf. Sie bewegte sich weiter, jeder Stoß tiefer, intensiver, bis beide keuchten, der Schweiß zwischen ihren Körpern glänzte, die Luft erfüllt war vom Geruch von Sex und Verlangen. — Ich will dich — gab er schließlich zu, seine Stimme gebrochen, seine dunklen Augen auf ihre gerichtet. — Ganz. Jetzt. Ana widerstand nicht. Sie richtete sich auf, die Hände auf seinen Knien abgestützt, und änderte den Winkel, ließ sich mit Kraft hinabsinken und spürte, wie er sie vollständig ausfüllte. Ein Schrei entwich ihren Lippen, ihre Finger gruben sich in die Muskeln seiner Brust, während das Vergnügen sie wie ein Blitz durchzuckte. Lucas stöhnte, seine Hände umfassten ihre Hüften mit fester Hand und zogen sie bei jeder Bewegung zurück, der Rhythmus wurde schneller, verzweifelter. Ana spürte, wie sich das Vergnügen in ihr aufbaute, eine Welle, die sie ganz zu verschlingen drohte. Ihre Stöhnen entkamen ihren Lippen ohne Kontrolle, ihr Körper bewegte sich im gleichen Rhythmus wie seiner, jeder Stoß brachte sie näher an den Rand. Lucas beugte sich über sie, seine Lippen fanden die Kurve ihres Halses, seine Zähne knabberten sanft an der empfindlichen Haut. — Komm für mich — befahl er mit rauer Stimme, seine Finger glitten zwischen ihre Beine und fanden den Punkt, der sie zerbrechen lassen würde. Ana widerstand nicht. Mit einem Schrei zerfiel sie, der Orgasmus riss sie mit wie ein Tsunami, ihr Körper zitterte, ihre Muskeln zogen sich um ihn zusammen, während sie die letzten Wellen des Vergnügens ritt. Lucas stöhnte, spürte, wie ihr Körper ihn umschloss, und das reichte, um ihn mitzureißen. Mit einem tiefen Knurren vergrub er sich tief in ihr, das Vergnügen explodierte in ihm, während sein Körper unter der Wucht des Höhepunkts bebte. Sie sanken auf das Bett, ihre Körper verschlungen, ihre Atemzüge noch keuchend. Lucas zog sie näher an sich, seine Lippen fanden die ihren in einem langsamen, zärtlichen Kuss, der im Kontrast zur Intensität dessen stand, was gerade geschehen war. — Ich will nicht, dass das endet — murmelte er, seine Finger zeichneten träge Kreise auf ihren Rücken. Ana lächelte, die Augen geschlossen, ihr Körper vibrierte noch von den Nachwehen des Vergnügens. — Dann lass es nicht enden. Und während die Nacht voranschritt, wussten beide, dass dies nicht das Ende war. Da war etwas zwischen ihnen, etwas, das über das Körperliche hinausging, etwas, das sie wie ein Magnet zueinander zog. Und als der erste Sonnenstrahl durch die Vorhänge drang, lagen sie noch immer verschlungen, ihre Körper erschöpft, doch ihre Gedanken bereits beim nächsten Treffen. Das erste Licht des Morgens drang durch die Ritzen der schweren Vorhänge und malte goldene Streifen auf Anas noch warme Haut. Sie erwachte langsam, als würde sie aus einem tiefen Traum auftauchen, ihre Sinne passten sich allmählich der Realität an. Das Gewicht von Lucas‘ Arm um ihre Taille war real, die Wärme seines Körpers an ihrem Rücken unübersehbar. Sein Duft – eine Mischung aus Sandelholz, Schweiß und etwas unbeschreiblich Männlichem – erfüllte noch immer die Luft, und sie atmete tief ein, genoss jede Partikel. Die ägyptischen Baumwolllaken waren zwischen ihnen verknäuelt, stumme Zeugen der vergangenen Nacht. Ana bewegte sich leicht und spürte, wie ihr Körper auf köstlich schmerzhafte Weise protestierte. Jeder Muskel schien sich an das zu erinnern, was geschehen war: Lucas‘ Hände, die über ihre Haut glitten, seine Zähne, die sanft ihre Schulter markierten, die erstickten Stöhnen gegen das Kissen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, und sie lächelte, ihre Lippen noch geschwollen von den Küssen. Lucas murmelte etwas Unverständliches gegen ihren Nacken, seine Lippen streiften die empfindliche Haut. Ana spürte seinen warmen, feuchten Atem, und eine neue Hitze breitete sich in ihrem Bauch aus. Er zog sie näher an sich, als wüsste er selbst im Schlaf, dass sie da war, als würde sein Körper den ihren instinktiv erkennen. Seine Finger verflochten sich mit ihren, auf eine Weise, die intimer war als jede Berührung der vergangenen Nacht. — Guten Morgen — flüsterte sie und drehte sich langsam zu ihm um. Lucas‘ Augen waren halb geschlossen, die Lider schwer vom Schlaf, doch das Lächeln, das sich auf seinem Gesicht ausbreitete, war langsam, träge und voller Versprechen. Er antwortete nicht mit Worten. Stattdessen beugte er sich vor und nahm ihre Lippen in einem sanften, fast ehrfürchtigen Kuss gefangen. Ana seufzte gegen seinen Mund und spürte den Geschmack von Schlaf und dem Rest von Verlangen. Lucas‘ Hände glitten über ihren Rücken, hinab zur Kurve ihrer Hüften, zogen sie näher an sich, als wäre es noch nicht genug. — Bist du schon lange wach? — fragte er, seine Stimme rau vom Schlaf, seine Finger zeichneten träge Kreise auf ihrer Haut. — Nur ein paar Minuten — log sie, denn die Wahrheit war, dass sie schon eine Weile dort gelegen hatte, ihn beobachtete und sich jedes Detail einprägte: die Art, wie seine dunklen Wimpern auf seinen Wangenknochen ruhten, der Schatten des Bartes, der sich zeigte, die feste Linie seines Kiefers. Es war seltsam, wie jemand gleichzeitig so vertraut und so unbekannt sein konnte. Lucas lachte leise, als wüsste er, dass sie log. — Du siehst mich an, als wolltest du mich wieder verschlingen. Ana errötete, wich aber seinem Blick nicht aus. — Und wenn ich das wollte? Er stöhnte, ein tiefer, kehliger Laut, und zog sie auf sich, sodass sie auf seinen Hüften saß. Das Morgenlicht beleuchtete seinen Körper und betonte jeden definierten Muskel, jede kleine Narbe, jede Spur, die die vergangene Nacht hinterlassen hatte. Ana fuhr mit den Fingern über seine Brust und spürte seinen kräftigen Herzschlag unter ihrer Handfläche. — Du bist wunderschön — murmelte er, seine dunklen Augen musterten jeden Zentimeter von ihr, als würde er das Bild in seinem Gedächtnis festhalten. — Aber das wusste ich schon. — Und was wusstest du noch? — Dass du so sein würdest — antwortete er und zog sie näher an sich. — Dass du reines Feuer sein würdest. Sie lachte, ein leichter, melodischer Klang, und beugte sich vor, um ihn erneut zu küssen. Diesmal war der Kuss tiefer, dringlicher, als könnte die bloße Berührung ihrer Lippen alles wieder entfachen, was in der vergangenen Nacht geschehen war. Lucas stöhnte gegen ihren Mund, seine Hände umfassten ihre Hüften mit fester Hand und zogen sie nach unten, sodass sie seine morgendliche Erektion an ihrem Bauch spürte. Ana zog sich gerade so weit zurück, um zu atmen. — Haben wir Zeit? Lucas blickte auf die Digitaluhr auf dem Nachttisch, die roten Zahlen blinkten. — Gerade genug. Und dann gab es keine Worte mehr. Nur Berührungen, Seufzer, das Geräusch von Haut auf Haut. Ana richtete sich über ihm auf, die Knie versanken in der Matratze, und ließ sich langsam auf ihn sinken, spürte, wie er sie Zentimeter für Zentimeter ausfüllte. Beide stöhnten gleichzeitig, ein Geräusch, das durch das stille Zimmer hallte. Lucas umfasste ihre Brüste, seine Daumen kreisten um die bereits harten Brustwarzen, während Ana sich zu bewegen begann, erst langsam, dann mit mehr Dringlichkeit, ihre Hüften wiegten sich in einem Rhythmus, der beide atemlos machte. Die Sonne war höher am Himmel gestiegen, und das Licht erfüllte nun das ganze Bett, beleuchtete jeden Schweißtropfen, jedes Zittern, jeden Ausdruck von Vergnügen, der über ihre Gesichter huschte. Ana spürte, wie sich der Orgasmus näherte, eine langsame, unaufhaltsame Welle, und beugte sich vor, nahm seine Lippen in einem verzweifelten Kuss gefangen. Er hielt sie fest, seine Finger gruben sich in ihr Fleisch, während sein eigener Höhepunkt ihn traf, ein raues Stöhnen entwich seiner Kehle. Sie sanken zusammen, ihre Körper noch immer vereint, ihre Atemzüge vermischten sich. Ana legte ihren Kopf auf seine Brust und lauschte seinem schnellen Herzschlag, spürte, wie der Schweiß auf ihrer Haut trocknete. Lucas strich ihr mit den Fingern durch die Haare und zog sie leicht, als wollte er sich vergewissern, dass sie real war. — Ich brauche eine Dusche — murmelte sie nach einer Weile, machte aber keine Anstalten, sich zu bewegen. — Ich auch — antwortete er, bewegte sich aber ebenfalls nicht. Stattdessen blieben sie so liegen, verschlungen, genossen die bequeme Stille, das Gewicht ihrer Körper aneinander, das Gefühl, dass sie sich, selbst erschöpft, nicht trennen wollten. Es war Lucas, der schließlich den Bann brach. — Hast du heute etwas vor? Ana überlegte einen Moment. — Nichts, was sich nicht absagen ließe. — Dann bleib. Sie hob den Kopf und blickte ihn an, ein Lächeln spielte um ihre Lippen. — Ist das eine Einladung? — Es ist ein Befehl — antwortete er und zog sie zu einem weiteren Kuss an sich. Und Ana widersprach nicht. Lucas‘ Badezimmer war genauso beeindruckend wie der Rest der Wohnung: Wände aus schwarzem Marmor, eine Badewanne, groß genug für zwei, und eine Glasdusche mit mehreren Düsen. Ana betrat es zuerst, drehte das Wasser auf und regulierte die Temperatur, bis der Dampf aufstieg und die Spiegel beschlug. Lucas folgte ihr, umfasste ihre Taille und zog sie an sich, seine Hände glitten über ihren Bauch, während das warme Wasser auf sie beide herabprasselte. — Weißt du, wie sehr ich dich schon wieder will? — murmelte er an ihrem Ohr, seine Zähne knabberten sanft an ihrem Ohrläppchen. Ana lachte, drehte sich zu ihm um. — Ich glaube, ich habe eine Ahnung. Er lachte leise, ein rauer, zufriedener Klang, und drückte sie gegen die Duschwand, seine Hände hielten ihre Handgelenke über ihrem Kopf, ihre nassen Körper glitten aneinander. Das Wasser lief über Lucas‘ Haare und tropfte von seinen Wimpern, und Ana konnte nicht widerstehen: Sie beugte sich vor und leckte einen Tropfen von seiner Brust, spürte den salzigen Geschmack seiner Haut. Lucas stöhnte, ein Geräusch, das durch das Badezimmer hallte, und ließ sie los, nur um Duschgel in seine Handfläche zu gießen. Er verteilte eine großzügige Menge und begann, ihren Körper mit langsamen, absichtlichen Bewegungen zu waschen, als würde er sich jede Kurve einprägen. Ana schloss die Augen und ließ sich von der Empfindung seiner Hände leiten, die über ihre Brüste, ihren Bauch, ihre Oberschenkel glitten. Als seine Finger ihren empfindlichsten Punkt fanden, bog sie den Rücken durch und ein Seufzer entwich ihren Lippen. — Du bist unersättlich — murmelte sie, doch in ihrer Stimme lag kein Vorwurf, nur Verlangen. — Nur mit dir — antwortete er und küsste sie, während das Wasser weiter auf sie herabfiel. Sie wuschen sich langsam, erkundeten jeden Zentimeter des anderen, als wäre die Dusche nur eine weitere Verlängerung der vergangenen Nacht. Als sie schließlich herauskamen, in weiche Handtücher gewickelt, war die Wohnung bereits in das klare Morgenlicht getaucht. Lucas bereitete Kaffee zu, während Ana sich abtrocknete, ihre noch feuchten Haare fielen in Wellen über ihre Schultern. Sie trat von hinten an ihn heran, schlang die Arme um ihn und legte ihr Kinn auf seine Schulter. — Was gibt es zum Frühstück? — fragte sie, ihre Lippen streiften seine Haut. — Außer dir? — scherzte er und drehte sich zu ihr um, um sie zu küssen. Ana lachte, wich aber nicht zurück. — Ich meine es ernst. — Ich auch — antwortete er, seine dunklen Augen funkelten. — Aber wenn du darauf bestehst, habe ich Brot, Eier, Obst… und etwas Honig. — Honig? — sie hob eine Augenbraue. — Ja. — Er nahm das Honigglas aus dem Schrank und hielt es zwischen den Fingern, ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen. — Möchtest du probieren? Ana antwortete nicht. Stattdessen nahm sie ihm das Glas aus der Hand und stellte es auf die Arbeitsplatte. Dann zog sie Lucas am Handtuch zurück ins Schlafzimmer. --- Viel später, viel später saßen sie schließlich am Küchentisch, Ana in einem von Lucas‘ Hemden – das ihr bis zu den Knien reichte – und er nur in einer Baumwollshorts. Das Frühstück war einfach: Rührei, Toast, geschnittenes Obst und natürlich der Honig. Ana tauchte ihren Finger in das Glas und führte ihn an ihre Lippen, leckte ihn langsam ab, ihre Augen auf Lucas gerichtet. — Du versuchst, mich umzubringen — murmelte er mit rauer Stimme. Sie lachte, bot ihm aber den honigverschmierten Finger an. Lucas zögerte nicht: Er hielt ihr Handgelenk fest und führte den Finger an seinen Mund, saugte langsam daran, seine Augen wichen nicht von ihren. — Köstlich — murmelte er und ließ sie los. Ana spürte, wie sich die Hitze in ihrem Körper ausbreitete, doch sie zwang sich, sich auf das Frühstück zu konzentrieren. Sie aßen schweigend für einige Minuten, tauschten verschwörerische Blicke und Lächeln aus, die mehr sagten als Worte. — Also — begann sie nach einer Weile. — Was kommt jetzt? Lucas stellte seine Kaffeetasse auf den Tisch und streckte die Hand aus, um ihre zu nehmen. — Jetzt sehen wir, wohin das führt. Ana verflocht ihre Finger mit seinen und spürte die Festigkeit seines Griffs. — Und wenn es nirgendwohin führt? — Das glaube ich nicht — antwortete er und zog sie näher an sich. — Spürst du das nicht? — Er legte ihre Hand auf seine Brust, wo sein Herz kräftig schlug. — Es ist nicht nur Chemie. Es ist nicht nur Verlangen. Es ist mehr. Ana blickte ihn an, ihre Augen suchten die seinen, als könnte sie dort die Antwort finden. Und vielleicht fand sie sie. Denn sie spürte es. Spürte es in der Art, wie ihr Körper auf seinen reagierte, in der Art, wie seine Worte sie sich gesehen fühlen ließen, in der Art, wie sie, selbst nach einer ganzen Nacht, noch mehr wollte. — Ich spüre es — gab sie schließlich zu. Lucas lächelte, ein langsames, zufriedenes Lächeln, und zog sie zu einem Kuss an sich. — Dann lass uns das nicht verschwenden. Und Ana wusste in diesem Moment, dass er recht hatte. Diese Nacht war nicht das Ende gewesen. Es war erst der Anfang.

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